Ein Wagenrennen durch die Römerstraßen

Ein Wagenrennen durch die Römerstraßen 2017-10-10T14:27:14+02:00

Um das Ansehen Roms und den Zusammenhalt der Völker der italienischen Halbinsel zu stärken, lässt Julius Cäsar ein Wagenrennen ausrichten. Das Rennen, zu dem alle Völker der alten Welt aufgerufen sind, soll die erstklassige Qualität der römischen Straßen zur Geltung bringen.

Den Veranstaltern dieses Sportereignisses stellt Cäsar eine klare Bedingung: Das römische Gespann MUSS als erstes ins Ziel laufen und siegen! (Es sieht so aus, als seien Sport, Politik und Unterhaltung schon damals eng miteinander verwoben gewesen …). Dumm nur, dass Cäsar nicht damit gerechnet hat, dass sich auch unsere beiden gallischen Helden zu dem Rennen anmelden und damit Cäsars Träume von Macht und Ruhm gefährden …

Mit viel Geduld und Liebe zum Detail entwerfen und gestalten Jean-Yves Ferri und Didier Conrad die zahlreichen Mannschaften und Streitwagen, die gegeneinander antreten. Aber schauen wir uns einmal genauer den Wagen unserer gallischen Helden an, der mit einem Hahn verziert ist – dem Symbol Galliens schlechthin. Eine Kleinigkeit, die gar nicht so klein ist, fällt sofort ins Auge: Den Streitwagen der gallischen Mannschaft lenkt Obelix, Asterix begnügt sich mit der Rolle des Co-Piloten!

„Alle von Goscinny und Uderzo kreierten Figuren haben ein gewisses Etwas, das sie einzigartig macht. Asterix, Idefix, Majestix, Falbala … Da gibt es viele! Aber ich sehe es so wie die meisten Fans der Reihe: Meine Lieblinsfigur bleibt doch dieses zu groß geratene Kind, das etwas tollpatschig ist und ein großes Herz hat! Alle lieben doch Obelix, und ich ganz besonders! Ich fand es an der Zeit, ihn in diesem neuen Album entsprechend zu würdigen. Didier musste ich nicht lang von meiner Idee überzeugen!”

Jean-Yves Ferri

„Obelix ist nicht so einfältig wie er scheint. Er ist die kindlichste Figur von  allen und kann sich also am ehesten weiterentwickeln. Von der Anatomie her ist er der Ausgefallenste. Seine Proportionen verändern sich im Lauf der Bände häufig. Jean-Yves und ich fanden es logisch, ihm diesmal eine wichtigere Rolle zu geben. In diesem Abenteuer hat Obelix die Zügel in der Hand.”

Didier Conrad

Auf dieser Seite ist das Rennen gerade in vollem Gange und die Emotionen kochen hoch: Im Storyboard von Jean-Yves Ferri ist von Hell’s Angels die Rede, und der Co-Pilot des römischen Wagenlenkers spricht einen Slang, der in der Serie bis dahin einem zweitklassigen Optio oder Decurio vorbehalten war. Die spinnen, diese Wagenlenker!

Die Zeichnungen von Didier Conrad nehmen den Leser mit auf eine rasante Fahrt, unsere Helden eilen rechts aus dem Bild den weiteren Ereignissen entgegen. Die gegnerischen Wagenlenker um sie herum, die aus aller Herren Länder kommen, sind in typischen Posen festgehalten.